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Sex und Party mit Abstand?

Hoffnung auf der Reeperbahn

Eine emotionale Reportage über das langsame Erwachen der Hamburger Reeperbahn aus der Schockstarre der Corona-Pandemie. Wochenlang stand das Leben auf der sündigen Meile still. Totentanz statt ausgelassener Party. In kaum einem anderen Viertel waren die Auswirkungen der Corona-Beschränkungen so sichtbar: Wo sonst Tausende Menschen dicht an dicht in der grellen Glitzerwelt feierten, waren plötzlich alle Lichter aus.

 

Mit den schrittweisen Lockerungen kommt nun wieder Leben in den Kiez. Restaurants und Kneipen öffnen unter strengen Auflagen, Tätowierer und Friseure empfangen Kunden, an manchen Abenden sieht es auf der Meile bereits aus, als ob Corona nie existiert hätte.

 

Doch im Schatten der scheinbaren Rückkehr zur Normalität sind Tausende Existenzen bedroht. Hygienemaßnahmen und Sicherheitsabstand in einem Viertel, das davon lebt, dass Menschen auf engstem Raum feiern, trinken, lieben: Eine Herausforderung, die kaum zu meistern ist.

 

Die Autoren Alexander Cierpka und Tom Häussler sprechen mit Barbetreibern, die trotz Wiedereröffnung die Insolvenz fürchten, Frisören, die mehr putzen, als Haare zu schneiden. Sie besuchen Prostituierte, deren Branche schwer getroffen ist und die ein Verbot ihres Geschäfts fürchten. Ihre Kamera ist dabei, als der Kiezpfarrer seine Kirche für das erste Konzert seit dem Corona-Ausbruch öffnet. Die beiden Autoren hatten bereits zu Beginn der Corona-Epidemie auf der Reeperbahn gedreht. Ihren Film "Der Kiez hält zusammen - Die Reeperbahn in der Corona-Krise" haben bereits weit über eine Million Menschen gesehen. Für ihre zweite Reportage treffen sie viele der Protagonisten wieder und erfahren, welch spektakuläre Wendung ihr Leben genommen hat.