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Tatort Krankenhaus - Wenn Pfleger morden

45 Min

In Pflegeheimen und Kliniken gehört der Tod zum Alltag. Deshalb ist die Gefahr besonders groß, dass Patientenmorde lange Zeit unentdeckt bleiben. Schließlich wundert es niemanden, dass Menschen hier auch sterben. Zweifel kommen meist erst dann auf, wenn die Todeszahlen ungewöhnlich steigen. Dies war auch bei Niels Högel der Fall. Der Krankenpfleger tötete vermutlich mehr Menschen als jeder andere Täter in der deutschen Nachkriegsgeschichte. Wegen sechsfachen Mordes wurde er zu lebenslanger Haft verurteilt. Nun wird der Prozess gegen ihn neu aufgerollt.

Die NDR-Dokumentation „45Min: Tatort Krankenhaus – Wenn Pfleger morden“ nimmt den Prozess zum Anlass, sich auf Spurensuche zu begeben: Was bringt Menschen dazu, ihnen anvertraute Menschen umzubringen? Warum können Täter in Krankenhäusern über Jahre morden, ohne dass sie gestoppt werden? Welche Sicherheitsmaßnahmen gibt es, um Misshandlungen oder Tötungen durch Pflegepersonal zu verhindern? Und: Welche Maßnahmen sollte die Politik ergreifen, um künftig solche Verbrechen zu verhindern?

Auf der Suche nach Antworten befragen wir Irene Becker, die bundesweit als „Todesengel der Charité“ bekannt wurde. Als Intensivschwester brachte sie zwischen Juni 2005 und Oktober 2006 fünf Menschen um, indem sie ihnen tödliche Injektionen verabreichte. Sie ist in Deutschland eine der ersten wegen Serienmordes verurteilten Pflegekräfte, die TV-Journalisten vor der Kamera ausführlich Rede und Antwort steht. In den exklusiven Interviews fragen wir sie nicht nur nach ihren Motiven. Wir wollen von ihr auch wissen, ob ihre Taten hätten verhindert oder zumindest früher entdeckt werden können.